Die Abtrünnigen - Wiki


Da unsere Hörspiel Serie sehr komplex ist, haben wir uns entschieden eine eigene Seite zu Begrifflichkeiten zu erstellen.




  • Der Orden

    Der Orden ist das vorherrschende Regime auf dem Kontinent Valeria und beschützt das Volk vor einer Infiltration der Therianer. Sie agieren im Sinne ihres Glaubens und setzen die Regularien des Ordens, wenn es notwendig ist, auch mit Gewalt durch. Die Hierarchie innerhalb des Ordens ist streng und jeder Rang hat seine klar strukturierten Aufgaben. 



    Dom: Der Dom ist das Oberhaupt des Ordens und trägt bis zum Tod die Alleinherrschaft über die Handlungen seiner Untergebenen. Die Entscheidungen müssen gut überlegt sein und im Sinne des Glaubens geschehen. Seine Urteile dürfen ausschließlich dazu dienen, Sünder und Ketzer zu vertreiben und die Macht des Ordens auszuweiten. Wenn der Dom aus dem Leben scheidet, wird sein Nachfolger aus einem Konklave von den ranghöchsten Kopfgeldjägern, den Mos, gewählt. 



    Mos: Der höchste Rang eines Kopfgeldjägers der Mos. Sie agieren als Heeresführer, Lehrmeister für die Ministranten und Berater des Dom. Ihre Präsenz beim Volk sorgt für Einschüchterung und demonstriert die Macht des Ordens, da sie meist ausgesandt werden, um die harten Rituale ihres Glaubens durchzuführen. Ihre Schwerter werden von den drei Gottheiten höchstselbst geführt, weswegen sie zudem als unbezwingbar gelten. 



    Cre: Nach der ersten Segnung an der ein Ministrant beiwohnt, entscheidet der lehrende Mos, ob dieser zum Prediger oder zum Kopfgeldjäger ausgebildet wird. Wenn die Seele des Ministranten stark genug ist, beschreitet er den Weg der Cre und jagt im Auftrag des Ordens Therianer. Ihr Auftrag ist vor allem das Aufspüren von therianischen Gruppierungen. Beim Ausheben dieser "Nester" begleitet ein Mos dieses Unterfangen. Cre sind die Krieger des Ordens und steigen erst nach einer langen, erfolgreichen Zeit als solcher zum Mos auf, wenn einer von ihnen verstirbt.



    Prae: Wenn ein Ministrant ein etwas sanfteres Gemüt besitzt, wird dieser zum Prediger ausgebildet. Die Lehrzeit ist größtenteils von Theorie geprägt und weniger praktisch veranlagt. Sie erlernen das Schreiben, Singen und das Malen von Bildern. Die Prae werden nach erfolgreichem Abschluss zum Sprachrohr des Ordens und bringen die Lehren dem Volk nah. Sie nehmen die Sorgen der Menschen wahr, warnen vor den Feinden des Regimes und tragen die Bittreden an die Mos weiter. 



    Ministranten: Die Schüler des Ordens werden als Ministranten bezeichnet, die im Rahmen ihrer Lehrzeit auf Gedeih und Verderb getestet werden. Häufig sind es Waisenkinder, die in jungen Jahren aufgenommen wurden. Sie werden in der Kampfkunst unterrichtet und in den Lehren geprüft. Diese Zeit ihres Lebens ist die härteste, da sie mit Schlägen und Waffen gezüchtigt werden dürfen. Zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr wohnen sie einer Segnung bei und der Mos entscheidet im Nachhinein, welchen weiteren Weg sie beschreiten werden. Als langer Schwertarm des Ordens oder als Zunge der Götter.



    Diener: Den untersten Rang der Hierarchie belegen die Diener. Auch wenn sie oft mit den Ministranten auf eine Stufe gestellt werden, genießen die Diener einen besonderen Schutz. Sie dürfen ausschließlich bei groben Vergehen bestraft werden. Allerdings haben sie auch keinerlei Aussicht auf einen Aufstieg, da sie als Sklaven gefangen genommen wurden.

  • Rituale

    Der Orden hat sehr vielfältige Bräuche, welche durch die Lehren ans Gesetz gebunden sind. Viele der Rituale geben vor, wie mit den Therianern zu verfahren ist. Allerdings lassen die Vorgaben der Lehren einen großen Interpretationsspielraum für die Richtenden. 



    Zeremonie: Wenn die Glocken in der Frühe läuten, ist es für alle Gefolgsleute des Ordens Pflicht, sich in die Kathedrale zu begeben, um den Worten des Prae zu lauschen und gemeinsam zu beten. Vor der Zeremonie hat sich jede Person zu waschen und in ein weißes Leinenhemd zu kleiden, damit sie gereinigt in die Verbindung mit den Trianten, die drei Gottheiten, treten können. Während der Andacht wird in der Kathedrale nicht gesungen, das machen die Prae nur während der Predigten für das allgemeine Volk. Im Anschluss dieser Einkehr erhalten die Ministranten, die anstehenden Aufgaben mitgeteilt, während die Cre sich dem Waffentraining zu wenden und die Mos, je nach Dringlichkeit, in einem Konklave zusammenfinden.



    Messe: Die Messe ist eine öffentliche Predigt, zu welcher, einmal in der Woche, die Anhänger aus dem Volk aufgerufen werden teilzunehmen. Die Prae bringen dem Volk die Lehren der Propheten nahe, in Form von Erzählungen und Gesängen. Im Nachgang gibt es die Möglichkeiten Bittreden vorzutragen, die vom Prae an den zuständigen Mos weitertragen werden, der das wiederum mit dem Dom bespricht. Selten nimmt auch ein Mos an der Messe teil, um das Volk etwaigen Gefahren zu warnen. Zudem folgt nach jeder Messe ein gemeinsames Mahl, bei welchem aber nur ein Krug Wein ausgeschenkt wird, damit niemand in die Versuchung kommt sich in zweifelnden Fragen zu verlieren.



    Reinigung: Sünder, Ketzer und Therianer müssen gereinigt werden, was üblicherweise öffentlich durch Verbrennung geschieht. Das Feuer der Drei wird mit dem heiligen Öl entfacht und von den Prae gesegnet. Bevor die schändliche Seele mit den Flammen zu den Trianten aufsteigen kann, muss ein Gelehrter des Ordens diesen mit einem Gebet den Sünder frei sprechen. 



    Segnung: Anders als die Reinigung, ist die Segnung ein offener Prozess, welcher nur den Mos und dem Dom zugedacht ist durchzuführen. Wer gesündigt hat, kann gezeichnet werden und somit die Chance auf ein neues, besseres Leben bekommen. Häufig wird dafür je nach Vergehen eine Hand abgeschlagen oder ein Ohr abgeschitten. Doch die Segnung ist auch ein Vorgang, an dem die Ministranten teilnehmen und anhand ihrer Reaktion entschieden wird, welchen Weg sie beschreiten werden. Für diese Prüfung wird ein besonderes Vergehen herausgesucht, an welchem ein Therianer hingerichtet wird. Die Vorgaben in den Lehren sind offen gehalten, wie eine Segnung durchgeführt werden muss. Daher ist es dem Mos überlassen, wie er die befleckte Seele segnet. Handelt es sich um einen Therianer, ist es nur wichtig, dass dessen Körper letztlich tot im Staub liegt und eines der vielen Gebete zitiert wurde. 



    Heiligsprechung: Anders als es beim christlichen Glauben ist, werden die Ministranten nach erfolgreicher Ausbildung heilig gesprochen. Nach dieser Zeremonie sind sie ein vollwertiges Mitglied des Ordens und aggieren unabhängig in ihrem Rang.

  • Therianer und Fraktionen

    Durch die Verdrängung des Ordens haben sich verschiedene Völker in das Grenzland geflüchtet. Weniger ertragreiche Felder, üble Gesellen und größtenteils karges Gestein. Manche Völker versuchen einen Widerstand zum Orden aufzubauen, während andere der Gesetzlosigkeit fröhnen. Die Wandler selbst sind dort eine akzeptierte Spezies und entscheiden selbst, welcher Fraktion sie sich anschließen. 



    Therianer: Die Tierwandler werden vom Orden gejagt, weil sie sündhaftes Blut in sich tragen. Die meisten von ihnen verwandeln sich zum ersten Mal in der Reifezeit vom Kind zum Erwachsenen. Oft wird die Metamorphose durch eine emotionale Situation ausgelöst, wo der Therianer Angst, Freude oder Glück im Übermaß verspürt. Therianer besitzen ausschließlich eine Urform und können sich nur in dieses Tier transferieren. Dieser Prozess kann über lange Zeit perfektioniert werden, sodass die Betroffenen sich dann wandeln können, wann sie es danach verlangt. Einer Beobachtung des Ordens nach, sind die Wandler auf Säuger beschränkt. Tiere wie Vögel oder Reptilien sind den Gelehrten noch nicht untergekommen. Wichtig ist zu erwähnen, dass wenn ein Wandler als Mensch stirbt, sich in seine Urform verwandelt, stirbt dieser als Tier, verbleibt er als solches. 



    Lupus: Ein Rudel von Therianern, dass den Schattenwolf als Urform hat, zieht unter diesem Namen durch das Grenzland. Sie sind eine Art freie Söldner, die Verirrte und Reisende überfallen, um sie gefangen zu nehmen und an den blutigen Irrgarten zu verkaufen. Dem Rudel steht nur das eigene Interesse im Vordergrund, einer für alle und alle für einen. Daher sieht man niemals einen von ihnen alleine umherstreifen. Sollte ein Fremder in der Ferne einen Schattenwolf erblicken, kann dieser sicher sein, dass dieser nur ein Späher ist. Die Lupus akzeptieren keine anderen Tiere in ihren eigenen Reihen, selbst Therianer den Hund oder Fuchs als Urform besitzen, dienen als Nahrung oder Erlös für Sklavenhändler.



    Belua: Jeden Ausgestoßenen, welcher einen Groll gegen den Orden hegt, treibt es letztlich zum Widerstand. Ein Zusammenschluss aus Therianern, Vertriebenen und Geschädigten. Der Hass auf das Regime eint die gepeinigten Seelen für das oberste Ziel: Den Orden zu zerschlagen. Das Oberhaupt des Widerstandes hat viele Jahre in seiner Urform gelebt und hätte fast vergessen, wie es ist, ein Mensch zu sein. Als ihn jedoch ein eben solcher, durch einen Zufall aus einer Falle eines Jägers rettete, fand er zum Glauben an das Gute im Menschen zurück. Da sein Retter selbst eine verletzte Seele durch den Orden war, entschieden sie gemeinsam zu einer Gegenbewegung aufzurufen. Seitdem wuchsen die Belua und sorgen regelmäßig mit Aufständen für blutige Unruhen im Gebiet des Ordens.



    Fur: Eine Gilde aus verschlagenen Dieben, die sich an allem bereichern, was nicht mit dem Schwert verteidigt wird. Üblicherweise meiden sie den Kampf, wenn sie jedoch jemand bei ihrem Beutezug ertappt, sind sie bereit für die Gemeinschaft ihr Leben zu geben. Ihr Wunsch ist es, durch den Reichtum eine Art anarchistisches Konstrukt zu erschaffen. Jeder Teilhaber von ihnen kann und soll sich an den anderen bereichern können, ohne Ausübung von Gewalt. Die List einen Angehörigen der Gemeinschaft zu bestehlen sorgt für Ansehen und je mehr Reichtum man schafft zu erbeuten, desto weiter steigt man in der Rangfolge der Gemeinschaft. Jedoch stehen die Fur im Konflikt mit den Latro, der Hehlerzunft. 



    Latro: Ähnlich wie auch die Fur versuchen die Hehler alles an sich zu bringen, was wert besitzt. Anders als die Diebe, sehen sie jedoch keinen Nutzen in Wertsachen, außer sie zu Gold zu machen. Daher sind die Latro zeitweise sogar auf Seewegen unterwegs, um ihre Beute gegen Münzen einzutauschen. Sie scheuen im Gegensatz zu den Dieben keinen Kampf und planen Raubzüge, auch außerhalb des Grenzlandes. Jedoch sind sie keine kaltblütigen Mörder und töten daher nur, wenn ihnen keine andere Wahl gelassen wird. Bei einem Versuch sich an der Beute der Fur zu bereichern, starben mehrere ihrer eigenen Leute in den Fallen der Diebe, seither besteht eine Fehde zwischen den Sippen, die zeitweise auch um die Vorherrschaft einzelner Städte entflammt.



    Pagani: In der Umgangssprache werden sie auch Wikinger oder Nordmänner genannt. Sie sind Seefahrer, denen die Meere gehören und die mit der Lust am Morden ihren Göttern rühmen. Manche behaupten, dass manche der Pagani in ihrer Urform riesige Meeresungeheuer sind, die ganze Schiffe versenken können. Sie reisen selten nach Valeria, doch wenn sie es tun meist um zu Handeln. Sie haben sich auf einem anderen Kontinent niedergelassen, als der Orden sich immer weiter ausbreitete und ihren Glauben vernichten wollte. Seitdem haben es ihnen unbekannten Länder angetan. Sie fallen dort ein, eignen sich die Reichtümer, sowie Sklaven an und verbreiten den Glauben an die Nordgötter. Sie sind sich einig, dass ihr Göttervater darauf sinnt, mit einer gewaltigen Streitmacht Rache an dem Orden zu nehmen, der unzählige Ahnen im Namen deren Glauben hinrichtete. Diese Schlacht wird in Ragnarök enden und kann nur durch einen Sieg gegen den falschen Glauben abgewendet werden. 

  • Götter und Lehren

    Die Götter und Lehren des Ordens sind vielfältig und weitreichend, sodass es Jahre dauert überhaupt nur einen kleinen Teil der Historie erfassen zu können. Ähnlich wie bei den Wikingern, werden die die Götter bildlich dargestellt und in den ortsansässigen Kapellen als Gemälde ausgehängt. Die Lehren wurden von den vier Propheten verfasst, wobei sich jede der Schriften mit einem anderen Motiv beschäftigt. 



    Trianten: Der Oberbegriff "Trianten" steht für die drei Gottheiten im allgemeinen und wird häufig im direkten Sprachgebrauch verwendet, um klar zu machen, von wem gesprochen wird.



    Bordalun: Der Gott des Krieges und Schutzpatron der Cre. Wer aufrecht an ihn glaubt, dessen Waffe wird mit göttlicher Kraft geführt. Auch wenn ihm blutgetränkte Schlachtfelder huldigen, so stärkt der Glaube an ihn, auch die Mos und den Dom, da Bordalun auch als Stratege in den Schlachten gegen die Neun Verdorbenen, durch seine Listen, gewann. Mit nur einem Arm und ohne rechtes Ohr, vertraut er auf seine Instinkte und hat sich nach unzähligen göttlichen Gefechten immer wieder als den einzig wahren Kriegsgott bewiesen. 



    Merkoran: Die verfluchte Göttin, deren Aufgabe darin besteht in der Schlacht den Widerstand zu bilden. Ihr wurde wegen eines Vergehens der Fluch der Wehrlosigkeit auferlegt. Sie muss das Leid annehmen, was ihr angetan wird, ohne sich zu wehren. Grund dafür war der Versuch, Bordalun´s Frau zu vergiften, weil Merkoran eifersüchtig auf ihre Kochkunst war, durch welche sie die Gunst des Kriegsgottes erlangte. Ihre Geschichte erinnert die Gläubigen jeden Tag daran ihresgleiches zu achten und zu schätzen.



    Varyn: Die tanzende Göttin, das Licht der Prae, spiegelt sich in jedem Sonnenschein wieder, in jeder Flamme und in jedem Blitz. Sie steht für Schnelligkeit und Hoffnung, denn auch wenn ihre wahre Gestalt nicht mal die anderen Gottheiten erkennen können, so weiß ein jeder, dass sie allgegenwärtig ist. Selbst ohne feste Marterie, verdammt dazu ewig allein zu verweilen, symbolisiert sie Beständigkeit.



    Rogan: Als der einstige Gefährte Bardaluns, sich in einem Streit in seine Urform, den Wolf, verwandelte und dem Kriegsgott den Arm abbiss, entfachte der erste Götter Krieg. Nur mit vereinten Kräften schafften es die drei Götter den ersten Therianer in die ewige Eiswüste zu verbannen. In Rogans letztem Widerstand schaffte er es noch das Ohr Bordaluns abzutrennen und mit nach Eltoryn zu nehmen. So wurde Rogan zum ersten der verdorbenen Neun und versucht seither die Trianten zu stürzen.



    Die Verdorbenen Neun: In Eltoryn angelangt, tobte Rogan und versuchte die Unterwelt zu verlassen. Nach unzähligen gescheiterten Versuchen, gab er auf und legte sich zur Ruhe. Als er erwachte und gähnte, fiel Bordaluns Ohr aus seinem Maul. Durch seine göttliche Kraft zerteilte er das Ohr in Acht Stücke und erschuf daraus die restlichen Verdorbenen, mit denen es ihm gelang aus der Unterwelt auszubrechen. Vereint mit den geschändeten Seelen versuchen sie Saotré zu stürmen.



    Die Lehren von Wogan Orlis: "Das Band der Geschwister" ist die Pflichtlehre für jeden Ministranten und wie alle von Wogans Lehren dreht sich diese Schrift um Zweifel und Vetrauen. Je höher die Ministranten im Rang steigen, desto mehr Einblicke erhalten sie in dessen Lehren. Wogan Orlis lebte mit seinem heidnischen Bruder zusammen, welchen er versuchte zu bekehren. Doch der ließ keine Gelegenheit verstreichen, den Propheten zu enttäuschen. So wollte sein Bruder ihn auf eine Glaubenprobe stellen und führte ihn in den Sumpf, welcher die beiden ins eine Fänge zog. Wogan Orlis konnte sich gerade noch an einem herabhängenden Ast herausziehen, doch sein Bruder hatte keine Chance mehr. Als er ihm einen Ast zuwerfen wollte, sah er nur noch Blasen aufsteigen. Dort wo die letzte Blase zerplatzte erschien jedoch ein Glühwürmchen, ein Zeichen der tanzenden Göttin, dass ihn aus dem Moor herausführte. 



    Die Lehren von Bolgard Tempe: Die Kriegslehren wurden von Bolgard Tempe verfasst und beschreiben die Kampfkunst in all ihren Details. Sie geben Schritte, Hiebe und Paraden wieder, sowie die Erfahrungen eines alten Kriegsveteranen. "Der Siebte Band" ist jene Schrift, die nur von den Mos gelesen werden darf und die verbotenen Geheimnisse des Kampfes offenbart. Bolgard Tempe hat in der Gründungszeit des Ordens in der Schlacht um Rigschat seine Schwester verloren und jeden Ungläubigen zum Feind zu erklären. Viele Jahre zog er durch das Land und vernichtete Massen an Ketzern. Viele der grausamen Rituale des Ordens, entstammen seinen Taten. Den Mörder seiner Schwester warf er als ersten Sünder in den Schlund.



    Die Lehren von Agnars Travin: Als Theologe und Schriftgelehrte war Agnars Travin eine Person der Ruhe und Einsamkeit. Nur selten hat er sich mit Menschen umgeben und verbrachte die Zeit seines Lebens vorwiegend mit Wandern. An allen Orten wo er hinreiste, lauschten die Menschen seinen Worten und gaben ihm offen ihre Probleme preis. Er sprach wenig, doch die kostbare Saat die er den Menschen offenbarte, keimte als Hoffnung in ihnen. Drei Mal besuchte er die Ländereien von Valeria und als er das zweite Mal über den Kontinent zog, wollten die Menschen ihm folgen, als Dank für seinen Rat. Doch er verneinte, da er sich gewiss war, dass zuviel Kontakt mit den Menschen sich negativ auf die Verbindung zwischen ihn und den Göttern auswirken würde. So beschloss er jedoch die treuesten Anhänger seiner Worte, zu Repräsentanten zu ernennen, denen er Werkzeuge an die Hand gab, mit denen sie sich selbst das Lesen und Schreiben beibringen konnten. Bei seiner letzten Wanderung prüfte er diejenigen, die sich seiner Treue verschrieben hatten und sprach jene heilig, dessen Ehrgeiz erfolgreich war. Den Repräsentanten, die das Lesen und Schreiben erlernt hatten und das Volk in seinem Interesse berieten, vermachte er seine Lehren, um sein Wort in die Welt hinaus zu tragen.



    Die Lehren von Eschta Neifen: Eschta war die einzige Frau der vier Propheten. Umso schwerer wiegen ihre Worte, denn als Frau kennt sie den Stand ihres Geschlechts auf Valeria. Sie kämpfte dafür, dass ihresgleichen auch den Stand der Cre erringen können und schaffte es sogar aufzusteigen bis zum Mos. Keine Frau vor ihr, hatte es geschafft einen solchen Rang zu belegen, doch ihrem Beispiel folgten viele Frauen. "Die Bänder des vermeintlich schwachen Geschlechts", wurden von ihr verfasst und erzählen ihren harten Leidensweg, auf dem sie ihren damaligen Mos vor den Augen vieler kastrierte, weil er ihr zu nahe kam. Sie predigte den Frauen keine Schwäche zu zeigen und sich ausschließlich an den eigenen Stärken festzuhalten. Neben den Ministranten, lernen auch die Prae diese Schrift kennen und setzen sich mit der Stärke der Weiblichkeit auseinander. 



    Saotré: Das Himmelreich des Ordens. Erhellt von Varyns unendlichem Licht und Wärme. Die gereinigten Seelen steigen hinauf und werden von den drei Gottheiten beurteilt. Sollte ihr Lebensweg von den Taten des Ordens geprägt sein, so dürfen sie bei den Göttern verweilen und dem Kampf gegen die verdorbenen Neun beiwohnen, um den ewigen Winter auf Valeria zu verhindern. 



    Eltoryn: Die eisige Unterwelt, in welche die befleckten Seelen einfahren und verdammt dazu sind, auf ewig in der Kälte zu verharren. Nur wenn die verdorbenen Neun zum Kampf gegen Saotré aufrufen, verlassen sie den Ort der Verdammnis und kehren nach dem Scheitern wieder ein. Solange es genügend Gläubige gibt, die im Namen der drei Gottheiten kämpfen, wird auch nach jedem Winter wieder der Frühling auf Erden einkehren. Stirbt der Glauben, ist somit auch das Schicksal der lebenden Menschen besiegelt. 

  • Orte und Mythen

    In ganz Valeria rankten sich unzählige Geschichten über diverse Geschehnisse. Niemand weiß wieviel Wahrheit in ihnen steckt. Gewiss ist jedoch, dass sich nichts schneller verbreitet, als ein verheißungsvolles Gerücht.



    Valeria: Der Kontinent auf dem sich ein Großteil der Handlung abspielt. Valeria beherbergt viele Wälder, fruchtbare Felder und weitläufige Steppen. Kleine Dörfer und Häuseransammlungen finden sich fast überall, wobei dicht besiedelten Städte nur vereinzelt auftreten. Die Menschen in Valeria sind größtenteils Handwerker und Bauern und stechen wegen ihres Fleiß´ heraus. Hoch im Norden befindet sich eine der wenigen Gebirgsketten, die Taronberge. 



    Kathedrale: Der Hauptsitz des Ordens liegt beinahe mittig in Valeria. Um die Katherale herum sind Häuser und Bauernhöfe angesiedelt, sowie einer der größten Märkte im Land. Innerhalb der Mauern befinden sich ein Schlachthof, ein Schmied, Ställe, Kampfübungsplätze und Gärten, sodass der Orden sich auch im Belagerungsfall selbst versorgen kann. 



    Der Schlund: Westlich der Kathedrale liegt der Schlund, ein endloses Loch aus dem armdicke Dornen ranken. Dort werden die schlimmsten Feinde des Ordens hineingestoßen und verenden in einem qualvollen Tod. Um den Schlund haben sich über viele Jahre unzählige Gerüchte angesammelt. Das hartnäckigste von ihnen ist die Erzählung von einem Mos der den Dom ermorden wollte. Das Oberhaupt hatte den Angriff überlebt und den Mos in den Schlund hineingestoßen. Anders als gedacht, wurde er nicht von den Dornen aufgespießt, sondern stürzte zwischen den Ranken hindurch und wurde von dem Geflecht abgefedert, sodass er den Fall überlebte. Manche behaupten, dass er sich von den herabfallenden Kadavern ernährt und seitdem versucht sich aus dem Schlund heraus zu graben.



    Grenzland: Der Arm des Ordens reicht weit, aber im Grenzland hat er keine Macht. Hier versammeln sich alle Verfolgten und Geächteten, die der Orden als Feind markiert hat. Über viele Jahrzehnte haben sich zwielichtige Fraktionen gebildet und versuchen zu überleben. Das Leben im Grenzland ist hart, da die Landschaft karg ist gibt nur wenige Bauern und diejenigen, die mutig genug sind anzubauen, werden regelmäßig von Banditen heimgesucht. Die mutigsten Männer wagen sich in die Randgebiete des Ordens vor, um Dörfer zu überfallen. Doch wer nicht Acht gibt, oder sich Feinde gemacht hat, wird an den Orden verraten und von den Cre aufgelauert. Niemand traut einer anderen Fraktion und jeder ist ein Feind, doch nur die wenigsten richten sich gegenseitig hin, da sie eines Verbindet... der Hass auf den Orden.



    Der blutige Irrgarten: Eine Arena in der Stadt Gora, in welcher sich Freiwillige, sowie Gefange gegenseitig bis zum Tod bekämpfen. Das besondere ist, dass die Teilnehmer sich durch ein Labyrinth winden müssen und dort vereinzelt Waffen auflesen, um so ihre Gegner zu bezwingen. Der letzte Überlebende muss sich gegen einen Therianer behaupten. Der Sieger des Kampfes erhält einen beachtlichen Erlös und seine Freiheit.



    Das Nachtmal: Seit vielen Jahren nimmt eine mysteriöse Krankheit immer mehr zu. Menschen und Therianer erkranken daran und über die Zeit breitet sich ein schwarzes Geflecht im Gesicht aus. In der Endphase der Erkrankung nimmt ein starker Husten zu, bis der Erkrankte irgendwann der Wahnsinn befällt. In diesem Wahn greift die betroffene Person jeden in ihrer Umgebung an. Der Erkrankte spürt keine Schmerzen und kämpft solange bis er selber hingerichtet wird.